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Vorweggenommene Erbfolge / Vermögensübertragung unter Lebenden

Der Volksmund empfiehlt, "mit warmer Hand" zu geben. Nicht zu unrecht:
Größere Schenkungen können aus steuerlichen und aus anderen Gründen sinnvoll sein. Zum Beispiel, weil Sie schon zu Lebzeiten die Nachfolge in Ihrem Betrieb regeln oder Grundstücke an Ihren Ehegatten oder Ihre Kinder zu deren Versorgung übertragen möchten.

Aber: Verschenken Sie bitte nichts ohne Weiteres, worauf Sie später, z.B. beim Eintritt unvorhergesehener Umstände (eigene Bedürftigkeit), noch einmal angewiesen sein könnten!
Und: Bitte berücksichtigen Sie, daß sich in komplizierten Fällen für den Erbfall steuerrechtlich oft leider keine optimalen Lösungen finden. Daher sollten Sie schon zu Ihren Lebzeiten mit Fachleuten an einer möglichst reibungslosen Lösung arbeiten.

In den folgenden Fällen empfehle ich Schenkungen bzw. Vermögensübertragungen unter Lebenden. Dabei sei auch hier wieder vorausgeschickt, daß Sie sich, um doppelte Kosten zu vermeiden, besser gleich zum Notar begeben, sofern es um eine Unternehmensnachfolge geht oder um Immobilien (z.B. Übertragung des Familienheims zumindest zu 50% an den Ehegatten oder Schenkung einer Immobilie unter Nießbrauchsvorbehalt).

1. Freibeträge nutzen und Ihren Erben später Erbschaftsteuer sparen

Wer zu Lebzeiten Vermögen bildet aus versteuertem Einkommen, muß berücksichtigen, daß der Fiskus nach seinem Tod bei den Erben ein zweites Mal "zulangt", sofern die Freibeträge überschritten werden.

Durch eine geschickte Vermögensübertragung (alle zehn Jahre...) können Sie Ihre Lieben schon zu Ihren Lebzeiten am eigenen Wohlstand (schenkung- und grunderwerb-) steuerfrei teilhaben lassen (wenn nötig, unter Auflage).
Auch durch eine geschickte Testamentsgestaltung können Sie Ihren Nachlaß so verteilen, daß die Begünstigten nur wenig oder gar keine Erbschaftsteuern zahlen.

Das gilt auch und gerade dann, wenn Sie an - durchaus legalen! - Steuersparmodellen im Inland oder gar im Ausland beteiligt sind, die im Erbfall zu ungewollten und für Ihre Erben sehr nachteiligen Folgen führen können.

2. Zugewinngemeinschaft und Steuerrecht

Die gute Nachricht: Der Zugewinn, den ein Ehegatte erwirtschaftet hat, ist bei dessen Ableben für den anderen Ehegatten (den Zugewinnausgleichsberechtigten) weitestgehend steuerfrei, wenn er ausgeglichen wird. Diesen quasi zusätzlichen Freibetrag sollten Sie nicht unterschätzen. Wenn Sie einen hohen Zugewinn erwirtschaftet, aus Haftungsgründen aber mit Ihrem Ehepartner Gütertrennung vereinbart haben, sollten Sie überlegen, den Ehevertrag abzuändern und eine modifizierte Zugewinngemeinschaft zu vereinbaren.

3. Geldschenkungen

Denkbar wäre es zum Beispiel, Ihren Kindern einen bestimmten Geldbetrag innerhalb des Freibetrages ausdrücklich zum Erwerb einer konkreten Immobilie zuzuwenden oder zum Erwerb von Hausrat.

4. Sie möchten jemanden versorgt wissen, von dem Ihre Lieben nichts wissen sollen

Und Sie möchten, daß diese Versorgung diskret erfolgt. Auch hierzu lassen sich Lösungen außerhalb eines Testamentes finden - wohlgemerkt nur zu Ihren Lebzeiten!

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